Was ist eine Option?

Wenn Sie eine Option besitzen, dürfen Sie etwas zu einem vereinbarten Preis zu einem späteren Termin kaufen oder verkaufen. Sie müssen es aber nicht tun. Das heißt, Sie die Möglichkeit, einen Vermögenswert wie eine Aktie zu einem Fixpreis zu kaufen oder zu verkaufen.

optionen_demokonoBeispiel: Nehmen wir an, der aktuelle Kaffeepreis beträgt € 2,50 / kg. Sie glauben, dass die Preise steigen werden. So vereinbaren Sie, dass Sie z.B. 10 kg Kaffee immer noch um 2,50 € / kg in 5 Monaten kaufen dürfen. Für diese Preissicherung kaufen Sie eine Option. Nach 5 Monaten haben Sie zwei Möglichkeiten: 

  • Sie üben die Option aus: Wenn der Preis gestiegen ist z.B. auf 3 €, werden Sie die Option ausüben. So erhalten Sie den Kaffee billiger also um 2,50 €.
  • Sie lassen die Option wertlos verfallen: Wenn der Preis gleich oder sogar gefallen ist z.B. auf 2 €, werden Sie Ihr Recht nicht ausüben. Sie werden zum aktuellen Marktpreis kaufen, da dieser unter Ihrem vereinbarten Fixpreis von 2,50 € liegt. 

Der Vermögenswert, der die Grundlage einer Option bildet, wird auch Basiswert oder Asset genannt. Für den Vermögenswert kommen Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen in Frage.

Wie funktioniert eine Binäre Option?

Eine Binäre Option ist wie eine Wette. Nehmen wir an der derzeitige Benzinpreis beträgt 1 €. Wir setzen 100 € darauf, dass der Benzinpreis in einer Stunde über einem Euro liegt. Wir drücken daher auf „Call“. Wenn der Preis in einer Stunde tatsächlich über einem Euro liegt, haben wir gewonnen (bei einer Rendite von 80% hätten wir 80 € dazu gewonnen). Wäre der Benzinpreis gefallen, hätten wir unsere 100 € leider verloren.
Das heißt: Bei einer Binären Option wissen Sie immer vorher wie viel Sie gewinnen oder maximal verlieren können. Sehen Sie hier unser Benzinpreis-Beispiel in unserem Video:

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Optionen:

Die Kaufoption (Call)

Eine Kaufoption oder Call genannt, gibt Ihnen das Recht, einen Basiswert zu kaufen. Dies können Sie an oder bis zu einem fixen Termin zu einem festgesetzten Kurs tun. Der festgesetzte Kurs wird Ausübungspreis oder Basispreis genannt. Dieser Termin zu dem die Option gekauft werden kann, ist das Verfallsdatum oder auch die Fälligkeit.

Die Verkaufsoption (Put)

Eine Verkaufsoption, oder Put genannt, gibt Ihnen das Recht, einen Basiswert zu verkaufen. Dies können Sie an oder bis zu einem fixen Termin zu einem festgesetzen Kurs tun. Der festgesetzte Kurs wird Ausübungspreis oder Basispreis genannt. Dieser Termin zu dem die Option verkauft werden kann, ist das Verfallsdatum oder auch die Fälligkeit.

Bei einer Binären Option können Sie eine Call und Put Option handeln. Dabei stehen Put und Call für sinkende und steigende Kurse. Wenn Sie auf Call setzen, gehen Sie von einer Kurssteigerung, wenn Sie auf Put setzen, von einem fallenden Kurs aus. Deshalb ist der Einstieg bei Binären Optionen Put Call so einfach.

Je nachdem, ob es sich beim Kauf- bzw. Verkaufstermin um eine bestimmte Zeitspanne oder um einen festgelegten Termin als Verfallsdatum handelt, unterscheidet man zwischen amerikanischen und europäischen Optionen.

Amerikanische Optionen

Bei amerikanischen Optionen steht Ihnen für die Ausübung der Option ein bestimmter Zeitrahmen zur Verfügung. Die Option kann bis zur Fälligkeit jederzeit ausgeübt werden.

Europäische Optionen

Bei europäischen Optionen können Sie Ihr Recht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ausüben. Das heißt, Sie wissen, Sie können den Vermögenswert nur zu einem bestimmten Zeitpunkt kaufen oder verkaufen.

Amerikanische und europäische Optionen werden sowohl an der Börse als auch OTC (Over the Counter) d.h. außerbörslich gehandelt. Die Bezeichnungen „amerikanisch/europäisch“ sind nicht auf den Ort der Option oder der Börse bezogen. Der Großteil der an der Börse gehandelten Optionen sind amerikanische. Trotzdem sind europäische Optionen einfacher zu analysieren.

Optionspositionen – Long / Short

was_ist_eine_option_handshakeJedes Optionsgeschäft hat zwei Seiten. Es gibt den Käufer und den Verkäufer einer Option. Sie als Anleger sind der Käufer. In diesem Fall haben Sie die sogenannte Long Position. Auf der anderen Seite steht der Inhaber mit der Short Position. Das heißt derjenige, der Ihnen diese verkauft. Der Optionsverkäufer erhält im Voraus eine Prämie. Er hat aber bei Fälligkeit eventuelle Verbindlichkeiten. Der Gewinn oder Verlust des Verkäufers aus dem Optionsgeschäft ist Ihrem Gewinn oder Verlust als Käufer entgegengesetzt.

Es gibt vier Positionen bei einem Optionskontrakt:

  • Long-Position in einer Kaufoption
    Sie kaufen das Recht, einen Vermögenswert zu einem Termin um einen bestimmten Preis kaufen zu können.
  • Short-Position in einer Kaufoption
    Sie verkaufen das Recht, einen Vermögenswert zu einem Termin um einen bestimmten Preis  zu verkaufen.
  • Long-Position in einer Verkaufsoption
    Sie kaufen das Recht, einen Vermögenswert zu einem Termin um einen bestimmten Preis verkaufen zu können.
  • Short-Position in einer Verkaufsoption
    Sie verkaufen das Recht, einen Vermögenswert zu einem Termin um einen bestimmten Preis zu kaufen.

Wie bestimmt man den Wert einer Option?

geldDiese Frage ist sehr umstritten und ein klare Antwort oder Vorgehensweise werden sie nicht erhalten. Es wird versucht, die verschiedensten Modelle zur Bewertung von Optionen heranzuziehen. Das bekannteste Modell zur Bestimmung des wahren Wertes einer Option, ist das Black-Scholes-Merton-Modell.

Das Black-Scholes-Merton-Modell

Im Jahre 1973 veröffentlichten die amerikanischen Wissenschaftler Fischer Black und Myron Scholes fast gleichzeitig mit Robert C. Merton in zwei unabhängigen Artikeln Methoden zur Bewertung von europäischen Aktienoptionen. Scholes und Merton erhielten 1997 den Preis der Schwedischen Reichsbank für Ökonomische Wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel, oftmals in der Presse als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet, „für eine neue Methode zur Bestimmung des Wertes von Derivaten“, das Black-Scholes-Merton-Modell. Black konnte den Preis nicht mehr entgegennehmen, er starb im August 1995.

Black und Scholes benutzten das so genannte Capital Asset Pricing Model, um zwischen der am Markt nachgefragten Optionsrendite und der nachgefragten Aktienrendite einen Zusammenhang herzustellen. Dies war schwierig, da die Beziehung sowohl vom Aktienkurs als auch von der Zeit abhängt.

Das Capital Asset Pricing Modell

Mit dem Capitel Asset Pricing Modell (CAPM) lässt sich die erwartete Rendite eines Assets in einem bestimmten Zeitraum in Abhängigkeit vom Risiko der Rendite berechnen.

Mertons Ansatz unterschied sich davon. Er stellte ein risikoloses Portfolio aus Option und zugrunde liegender Aktie zusammen und argumentierte, dass die Rendite dieses Portfolios über einen kurzen Zeitraum dem risikolosen Zinssatz entsprechen muss. Dieser Ansatz ist etwas komplizierter, da sich das Portfolio im Zeitablauf stetig verändert.

Definition einer Option

Eine Option ist das Recht, einen Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen.

Definition nach John Hull

Definition einer Option

Brokertest 2017 – Testsieger

Bei unserem unabhängigen Brokertest 2017 ging 24option eindeutig als Testsieger hervor. 

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Binäre Optionen – Optionsarten

Lesen Sie nach, welche Vielfalt an Binären Optionen es auf dem Markt gibt:

  1. Range Option
  2. Touch Option
  3. Ladder Option
  4. Bubbles Option
  5. Binär 0-100 Option

Wir erklären Ihnen die beliebtesten und kreativsten Binären Optionen!

Definition einer Option

Was heißt binär?
Binär ist lateinisch für „zwei“. Bei Binären Optionen geht es nur um die zwei Kursrichtungen:
Kurssteigerung oder Kursverfall.

Definition einer Option